Ich tausche mich gerne über Bücher aus, empfehle Titel und nehme Empfehlungen anderer auf. Als ich vor Jahren mit meiner Arbeit zur Lese-Rechtschreibschwäche begann, entstand gleichzeitig mein Bücherblog „Das Freitagsbuch“. In loser Folge stelle ich seitdem an Freitagen hier ein Buch vor: einen Roman oder ein Fachbuch für Erwachsene und ab und zu auch für junge Leser. Ich biete eine große Bandbreite an und folge dabei meinem persönlichen Bewertungssystem von "6 Bücher" für "einfach wunderbar" bis zu "1 Buch" für "lieber etwas anderes lesen".
Muriel Barbery, Die Eleganz des Igels/L’élégance du hérisson (2006)
Manchmal trügt der Schein gewaltig
Eine Pariser Concierge wird ihr Leben lang von anderen Menschen übersehen und unterschätzt und genau das will sie:
Joachim Meyerhoff, Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke (2015)
Mit Geduld und viel Humor zum Ziel
Völlig überraschend wird der Erzähler an der Schauspielschule in München angenommen und zieht für drei Jahre zu seinen Großeltern. Der Leser muss sich entscheiden, was ihm kurioser erscheint, die Erlebnisse des Erzählers auf der Bühne oder die Rituale in der Villa seiner großbürgerlichen Großeltern:
Dörte Hansen, Mittagsstunde (2018)
In der Ruhe liegt die Kraft
Ein Archäologe der Universität Kiel pendelt zwischen zwei Welten, der seiner Wohngemeinschaft und der seines Heimatdorfs Brinkebüll. Er geht auf die 50 zu und denkt zunehmend über sein Leben nach:
Ursula Poznanski, Layers – Die Wahrheit ist vielschichtig (2015)
Nichts ist, wie es scheint
Der Jugendliche Dorian hält das Leben mit seinem Vater nicht mehr aus und lebt auf der Straße, was ihm erstaunlich gut gelingt. Eines Tages wacht er allerdings neben einem toten Obdachlosen auf und es beginnt eine hochspannende Geschichte:
Salman Rushdie, Die Autobiografie / Joseph Anton – A Memoir (2012)
Wenn alles auf dem Spiel steht
Im Februar 1989 erfuhr der Schriftsteller Salman Rushdie durch den Anruf einer BBC-Journalistin, dass er von Ayatollah Khomeini zum Tode verurteilt worden war. Sein Roman Die Satanischen Verse / The Satanic Verses löste diese Fatwa aus, da er gegen den Islam, den Propheten und gegen den Koran gerichtet sei. Was das für Rushdies Leben bedeutete, beschreibt er in seiner Autobiografie.