Der Untergang des Lesens, die damit einhergehende Oberflächlichkeit, die immer kürzer werdende Aufmerksamkeitsspanne und der sprachliche Niveauverlust werden viel beklagt – zu Recht. Ich halte jedoch nichts vom allgemeinen Klagemodus, sondern möchte lieber einen anderen Weg gehen, den der Lesevorbilder und -begeisterten, die neue Lesefans gewinnen.
Wenn Grundschüler die ersten Buchstaben zunächst zu Silben, dann zu einfachen Wörtern und schließlich den ersten kurzen Sätzen verbinden, zeigen sie eine ganz große Neugier und Begeisterung. Sie versuchen dann, sich ihre Umgebung zu erschließen, lesen alles, was sie schon erkennen können, und freuen sich, wenn sie immer mehr verstehen. Umso bedauerlicher ist es, dass sich diese Faszination für das Lesen so häufig im Jugendalter verliert. Das Wischen auf den früh im Leben zur Verfügung gestellten Smartphones und Tablets löst allzu oft das Bücherlesen ab. Und dennoch bleibt eins: das Interesse an spannenden, lustigen oder originellen Geschichten.
Genau da setze ich mit meinem Angebot an Schüler, Schulen und Schulleitungen und natürlich alle begeisterten Leser an. Denn es liegt nicht an den Kindern, wenn sie nicht lesen, sondern meistens an einer Umgebung, in der Bücher keine Rolle spielen. In FAZ und SWR bin ich ausführlich dazu befragt worden und als Trägerin des Cranach-Preises konnte ich ein ganzes Jahr lang eine Frankfurter Grundschule unterstützen.
Mein FAZ-Interview zu meiner Zusammenarbeit mit einer Frankfurter Grundschule:
Defizite in der Grundschule: Es fehlt an elementaren Sprachkenntnissen (faz.net) PDF auf Anfrage.
Mein Radiogespräch im SWR:
https://www.ardaudiothek.de/episode/forum/ich-geh-zum-schule-wie-lernen-kinder-besser-deutsch/swr-kultur/13424547/
Mehr zum Cranachpreis:
Cranach-Kreis | foerdersuche.org